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Zensur der
Kunst
Stellungnahme zur Entfernung eines Bildes aus meiner aktuellen Ausstellung in der Sylter BankIch
wurde dazu eingeladen, meine Kunst in diesen Räumen zu präsentieren.
Dieser Einladung kam ich - zumal mir ausdrücklich zugesichert wurde, dass
keine Zensur stattfände - gerne
nach. "Stört nicht mit Klatsch und Schmähung die Freiheit des Künstlers, die allein ihn befähigt, zu tun, was ihr liebt und lobt, und ohne die er ein unnützer
Knecht wäre." Thomas Mann
Das Bild „Der
blaue Ring “ wurde auf Grund der Beschwerde
zweier Mitarbeiterinnen der Sylter Bank aus dieser Ausstellung entfernt.
Diesen Vorgang empfinde ich, gerade in einer Ausstellung, die auch
Portraits zweier Betroffener der Zensur in Nazi-Deutschland zeigt, als
alarmierend. Die Nationalsozialisten versuchten die gesamte Kultur ihrer
Ideologie zu unterwerfen. In der Bundesrepublik hingegen wird das Recht
zur freien Meinungsäußerung und das Verbot der Zensur durch Artikel 5,
Absatz 1 des Grundgesetzes garantiert: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten ... Eine Zensur findet nicht statt.“
Für eine Entfernung ausgerechnet dieses Bildes gibt es
objektiv keinen zu rechtfertigenden
Anlass. Wem meine Kunst ein Dorn im Auge ist, der möge sie doch bitte ignorieren, anstatt anderen Ausstellungsbesuchern den Kunstgenuss zu verderben. „Wenn Sie den menschlichen Körper für anstößig halten, beschweren Sie sich bitte nicht bei mir, sondern beim Hersteller.“ Larry Flynt
Westerland
im Juli 2007, Peter Klint |