PRESSE

 START

GALERIEN:   ALLE BILDER AUF EINEN BLICK

ÜBER KLINT:   CURRICULUMPRESSE |PHOTOS

KONTAKT:  GÄSTEBUCH | EMAIL

LINKS | ENGLISH MENU

Holsteinischer Courier, 07.09.2009

Eine Tour durch die Welt der Kunst

Treppe hoch, Treppe runter, hinein in die Katakomben: In dem Ambiente der Alten Holstenbrauerei startete die Art-Tour des Kunstfleckens am Freitagabend, und die rund 400 Kunstfleckengänger erwanderten sich den Kunstgenuss. Wo ehemals große Braukessel standen, erwartete sie mit der Ausstellung "Kunst in Neumünster" eine spannende Mischung von 45 Künstlern aus Schleswig-Holstein zum Thema "Zweisamkeit".

Für die Kunstflecken-Macherin Johanna Göb ist Stoff genug da. "Gönnen Sie sich eine kulturelle Frischzellenkur", sagte sie. Ein großformatiges Weib in Rosarot, verschlungene Hände als Aufforderung zu "5 Schritten aus der Einsamkeit" - so verschieden wie die Künstler und ihre Materialien gerieten die Ideen zum Kunstflecken-Motto. "Farbenfroh und vielseitig, eine schöne Mischung", urteilte Edi Schlüter (54). "Was da so Kreatives herauskommt", staunte Inge Engelbach (60) über den "Tanz", bei dem sich Silhouetten hinter einem Paravent drehen. Passt Kunst in diese Räume? "Das Morbide passt zu Neumünster, die Räume zeugen von Neumünsters großen Zeiten", sagte die Kunsthistorikerin Annette Falkenberg. "Schöne Bilder und rissige Wände?", rätselte dagegen Barbara Schaefer.

Dem Museum Tuch + Technik hat Stefan Wischnewski mit seinem Patchwork aus Lkw-Planen ein "Tarnnetz der Kunst" übergeworfen. Er zerlegt Dinge und fügt sie kurios wieder zusammen. "Sieht fast aus wie der Eiffelturm", überlegten Astrid Möbius und Waltraud Neumann vor dem "National Monument" aus einem Basketballnetz.

Spannendes erwartete den Tross in der Bürgergalerie. In der "Tangente V" verknüpfte sich Fotograf Jens Sauerbrey mit Hamburger Künstlern zum "Nordstart"-Projekt "Die Kunst ist schneller" - als die Politik. Kopfüber fielen Menschen in "Lokalität/Identität" von Susanne Kleiber.

Die Art-Tour endete in der Werkhalle an der Klosterstraße mit lässiger Saxophon-Kontrabass-Musik des Duos "Subsystem". Wissenshungrige lauschten Rolf Blank vom Museums-Förderverein, der den alten Selfaktor rumpeln ließ.